Jugend forscht - Regionalwettbewerb
08. April 2014

Jugend Forscht - Regionalwettbewerb Rhein-Main-Ost

Regionalwettbewerb Rhein-Main-Ost

 Am 08.02.2014 startete der Regionalwettbewerb Rhein-Main-Ost, die Firma Heraeus in Hanau war zum wiederholten Male ein außerordentlich guter Gastgeber. Mit sechs Wettbewerbsbeiträgen war die FCSF bei diesem Regionalwettbewerb vertreten.

 

Ab 7.00 Uhr konnten die Teilnehmer aufbauen und ihre Präsentationsstände herrichten. Die Zeit reichte gerade noch, um auch die Vorträge noch einmal durchzugehen, denn ab 9.00 Uhr wurde es spannend. Die Juroren machten sich auf, um jeden Stand zu besuchen, die Forschungsergebnisse zu untersuchen und knifflige Fragen zu stellen. Und das waren unsere Teilnehmer:

 

 


 Jonathan Stindl (11. Klasse) beschäftigte sich mit Antriebsstudien für Roboter. Bereits im vergangenen Jahr hat Jonathan mit seinem ferngesteuerten Fahrzeug teilgenommen und verschiedene Radkonzepte miteinander verglichen. In diesem Jahr wurden die Untersuchungen fortgeführt und das Fahrzeug optimiert. Auf dem Foto sieht man deutlich die Paddels, die statt Räder verwendet wurden. Die Form wurde verbessert, so dass nun eine größere Laufruhe erreicht wurde. Die Jury fand die Arbeit sehr gelungen und vergab im Fachgebiet Technik/Jugend
forscht den 2. Platz. Im nächsten Jahr soll das Mobil, das einem Marsrover sehr ähnelt, vollendet werden. Falls sich Sponsoren finden, sogar mit computergesteuerten einzelnen Motoren an jedem Paddel.

 Jan-Vincent Arefin und Dominik Hudson (beide 10G) beschäftigten sich mit der Frage, wie die Energie, die in Windparks an Nord- und Ostsee gewonnen wird, möglichst verlustfrei zum Verbrauer gelangen kann. Auch die Frage des richtigen Zeitpunktes und das damit verbundene Speicherproblem wurde be-handelt. Kernidee war die Umwandlung der gewonnen Energie durch Elektrolyse von Wasser.  Da an der Nord- und Ostsee naturgemäß genügend Wasser vorhanden ist, kann man an Ort und Stelle das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten. Die so gespeicherte Energie lässt sich nun in Form von Gas zum Verbraucher bringen, der nun mithilfe von Brennstoffzellen wieder in elektrische Energie umwandeln kann. Durch eine Vielzahl an Versuchen untermauerten die beiden Schüler ihre These und die Jury verlieh im Fachgebiet Technik/Jugend forscht einen Anerkennungspreis.

Sarah Kono und Nuria Lozano Barea (beide 10G) gingen der Frage nach der Effizienz verschiedener Windrad-Modellen auf den Grund. Windräder stehen mittlerweile vielfach in der Landschaft und drehen sich unermüdlich im Wind. Doch wie viel Strom produzieren diese Riesen eigentlich? Welche Form der Rotorblätter ist optimal? Dabei war die Frage besonders interessant, ob jeder Haushalt durch eine kleine Windradanlage seinen eigenen Strom erzeugen könnte und welche Rotorblätter für ein kleines Windrad besonders geeignet sind. Dazu bauten Sarah und Nuria gemeinsam mit Lara Martin und Victoria Heckel, die ein Projekt zu Segelformen im Regionalwettbewerb Rhein-Main-West ins Rennen schickten, einen Windkanal. Die Jury vergab für diese Arbeit den 1. Platz im Fachgebiet Physik/Jugend forscht und damit die Zulassung zum Landeswettbewerb.

Unter dem Titel Bremslicht für Fahrräder gingen Immanuel Stindl (6R) und Ophelia Stindl (5G) an den Start. Ziel des Projektes war es, ein Bremslicht für ein Fahrrad zu bauen, damit Fahrzeuge hinter dem Fahrrad rechtzeitig gewarnt werden, wenn das Fahrrad gebremst wird. Diese Maßnahme erscheint in Zeiten der E-Bikes immer wichtiger zu werden. Immanuel und Ophelia bauten am Bremsgriff einen Schalter ein. Wenn dieser Schalter durch Betätigung des Bremsgriffs berührt wird, leuchtet eine am Rücklicht zusätzlich installierte LED-Leuchte auf. Die beiden Teilnehmer überzeugten durch ihre engagierte Präsentation und durch ihr handwerkliches Geschick. Der Lohn war der 2. Preis im Fachgebiet Technik/Schüler experimentieren.

 Das Thema "Wasserspiele" klingt zunächst mehr nach Schwimmbad als nach Jugend forscht. Aber was Lydia Karolius und Janika Filip (beide 8G) mit Hilfe von viel Technik und einer guten Kamera sichtbar machten, hat sehr viel mit Physik zu tun. Wasser im Gartenschlauch kennt jeder, aber wenn man diese Wassersäule mit verschiedenen Schallfrequenzen anregt, formen sich zum Teil bizarre Figuren in dem Wasserstrahl.  Der Wasserstrahl bildet Spiralen aus, scheint manchmal rückwärts zu fließen oder sieht aus wie eingefroren. Diese interessante und technische gar nicht einfache Arbeit wurde von der Jury mit dem 3. Platz im Fachgebiet Physik/Schüler experimentieren belohnt.

 

Was Levent Okandan (5R) und Jarno Otto (7R) zum Präsentationstag nach Hanau mitbrachten, war schlicht und einfach ein Publikumsmagnet. Ferngesteuerte Autos, teils elektrisch, teils mit Verbrennungsmotor betrieben, waren ein echter "Hingucker"! Im Rahmen des Projekts wurde ein Prüfstand für ferngesteuerte Autos geplant und gebaut. Die Räder stehen auf Rollen und so bleibt das ferngesteuerte Auto immer auf dem Prüfstand. Mithilfe eines Fahrradtachometers werden die Geschwindigkeiten über die Drehung der Rollen gemessen. Über diese Messung kann der Sprit- bzw. Stromverbrauch der ferngesteuerten Autos herausgefunden werden.. Dabei wurden verschiedene Geschwindigkeiten untersucht. Die Jury sprach ihre Anerkennung mit der Vergabe des 3. Platzes im Fachgebiet Technik/Schüler experimentieren aus.

Der Erfolg unseres Jugend forscht-Teams wurde komplettiert durch den Betreuerpreis, den dieses Jahr Herr Hetterich verliehen bekam. Die damit verbundenen 100€ Preisgeld helfen mit, der Jugend-forscht-AG unserer Schule auch ein finanzielles Polster zu geben. Ein Video zur Veranstaltung ist übrigens auf YouTube zu sehen.