Jugend forscht - Regionalwettbewerb
08. April 2014

Jugend Forscht - Regionalwettbewerb Rhein-Main-West

Regionalwettbewerb Rhein-Main-West

Am 21.02.2014 war der Regionalwettbewerb Rhein-Main-West im Senckenbergmuseum zu Gast. Zwischen prähistorischen Gerippen wundersamer ausgestorbener Tiere präsentierten die Schülerinnen und Schüler in einem ausgesprochen interessanten Ambiente ihre Forschungsergebnisse.


Unter dem Titel "Speed-Stacking, jede Zehntel-Sekunde zählt" traten die Schwestern Hanna Martin (6G) und Julia Martin (8G) mit einer messtechnischen Arbeit an. "Speed-Stacking", übersetzt könnte man es "Becherstapeln auf Zeit" nennen, ist zu einem beliebten Trendsport geworden. Es kommt darauf an, wer mit 12 Bechern unterschiedliche vorgegebene Pyramiden in einer bestimmten Reihenfolge am schnellsten auf- und wieder abbauen kann. Hanna und Julia bauten eine Speed-Stacking-Uhr, mit der die Zeit äußerst genau gestoppt werden kann. Zwei Knöpfe müssen jeweils mit einer Hand gedrückt gehalten werden. Beim Loslassen startet die Uhr, werden beide Knöpfe wieder gedrückt, stoppt die Uhr. Die Uhr wird von einem Arduino gesteuert, den die Mädchen selbst programmiert haben. Für diese Arbeit gab es im Fachgebiet Mathematik/Schüler experimentieren den 1. Platz.

Wie gut sind Schallschutzwände? Daniel Hetterich (8G) wollte es genau wissen und holte die alte Märklin-Eisenbahn vom Dachboden. Die Geräusche werden von einer Lok der Modelleisenbahn erzeugt, die aus einem Tunnel heraus auf eine Messstrecke  fährt und am Ende wieder in den Tunnel verschwindet. Entlang der Messstrecke wurden Schallschutzwände aus vielen Materialien und Oberflächen aufgebaut. Sie wurden zu einem großen Teil aus Materialien, wie man sie im Baumarkt findet, erstellt. Die Lautstärke wurde mit einem Schallmessgerät erfasst. Die Jury verlieh dieser umfangreichen Arbeit  den 1. Platz im Fachgebiet  Arbeitswelt/Schüler experimentieren.

Ilayda Okandan (5G) hatte eine wunderbare Idee. Sie baute ein Fußabstellsystem für ihren kleinwüchsigen Bruder. Beim Sitzen auf zu hohen Stühlen schmerzten ihm nach kürzer Zeit die Beine, weil seine Füße nicht den Boden berühren können. Ihr System ist  leicht und zusammenklappbar, kann also bequem transportiert werden. Die Jury war von der Idee und dem Ergebnis so sehr begeistert, dass sie auch hierfür den 1. Platz im Fachgebiet Arbeitswelt/Schüler experimentieren verlieh. Der 1. Platz wurde somit ausnahmsweise zweimal vergeben. Unsere Schüler hat's gefreut!

Lena Heinig (5G) wollte das Lieblingsessen einer fleischfressenden Pflanze herausfinden. Zu diesem Zweck kaufte sie vier ausgewachsene Pflanzen der Gattung Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) und fütterte drei dieser Pflanzen mit drei unterschiedlichen Nahrungsmitteln. Insekten, Nahrungsergänzungsmittel Eiweiß, übliche Lebensmittel standen nun auf dem Speiseplan. Die vierte Pflanze erhielt zum Vergleich keine Nahrung. Es war natürlich darauf zu achten, dass alle Rahmenbedingungen  bei allen Pflanzen gleich blieben. Leider gab es ein schwerwiegendes Handicap. Die Pflanzen hatten zum Wettbewerbszeitraum ihre Winterruhe eingelegt,  was ihren Appetit sehr einschränkte. Die Jury beschloss deshalb einen Sonderpreis im Fachgebiet Biologie/Schüler experimentieren mit einem Jahresabonnement Geolino zu vergeben.

Dicke Luft im Klassenzimmer - wer kennt sie nicht. Schon nach einer Unterrichtsstunde kann ein unglaublicher Mief entstehen. Wie es dabei mit dem Kohlenstoffdioxidgehalt im Klassenraum aussieht, wollten Xenia Stindl (9G) und Eleonore Pühl  (9G) genauer wissen, sie bauten ein entsprechendes Messgerät. Grundlage ihres Messverfahrens ist die Reaktion von klarem Kalkwasser mit dem CO2 der Luft, was zu einer Trübung der Flüssigkeit führt. Durch Messung der Lichtdurchlässigkeit können die beiden einen Rückschluss auf die Kohlenstoffdioxidkonzentration vollziehen. Damit lagen sie bei der Jury voll im Trend und erhielten im Fachgebiet Technik/Jugend forscht den 1. Platz und somit die Teilnahme am Landeswettbewerb.

Victoria Heckel und Lara Martin (beide 10G) machten sich Gedanken über die Funktionsweise eines Segels. Gemeinsam mit Sarah Kono und Nuria Lozano Barea entwickelten und bauten sie einen Windkanal, um eine laminare Luftströmung zu erzeugen. In diesem Luftstrom wurden verschiedene Segelformen auf Effizienz untersucht. Dabei mussten messtechnische Probleme, wie die Messung der Kraftübertragung eines Segels, gelöst werden. Dabei kamen Legosteine und filigrane Hebelchen zum Einsatz. Die Jury belohnte die Arbeit mit einem 2. Platz im Fachgebiet Technik/Jugend forscht.


Bei der Siegerehrung konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Freien Christlichen Schule Frankfurt noch über den Jugend forscht - Schulpreis freuen. Das heißt, dass auch im nächsten Jahr wieder 1000€ für die Forschung in der Jugend forscht AG unserer Schule zur Verfügung stehen. Und nächstes Jahr feiert Jugend forscht seinen 50. Geburtstag, da wollen wir uns besonders anstrengen.