Jugend forscht - Regionalwettbewerb
März 2010

Jugend forscht in alle Winde zerstreut

Ein Novum brachte in diesem Jahr der Regionalwettbewerb Jugend forscht. 14 Tage vor dem Präsentationstag sagte die Patenfirma der Region Rhein-Main die Veranstaltung ab. In mühevoller Arbeit konnten die Landeswettbewerbsleiterin Frau Gräf und ihr Team alle Schülerinnen und Schüler auf die anderen Regionalwettbewerbe verteilen. Somit reisten wir nun an drei verschiedenen Tagen zu drei verschiedenen Orten, um an den Wettbewerben teilzunehmen, aber wir haben uns sehr gefreut, dass die Teilnahme für unsere Gruppen doch möglich wurde.

Den Anfang machten unsere jüngsten Teilnehmer in Biblis. Der Regionalwettbewerb Bergstraße, auch in diesem Jahr wieder zu Gast bei RWE im Informationszentrum des Kernkraftwerkes, wurde in großer Freundlichkeit ausgerichtet. In wunderschönen Ausstellungsräumen konnten die Teilnehmer ihre Projekte vorstellen. Xenia und Jonathan Stindel (5G/7G) nahmen im Fachbereich Technik mit einer Untersuchung zum Stirlingmotor teil. Wie effektiv arbeitet dieser Motor? Mit einem selbst gebauten Stirlingmotor führten sie Versuche zur Leistungskurve durch, wobei sie sich die Messanlage ebenfalls selbst ausdachten und konstruierten. Am Wettbewerbstag präsentierten sie ihre Ergebnisse mit aufschlussreichen Grafiken. Die Jury würdigte diesen Beitrag und verlieh den 2. Preis. Daniel Hetterich (4. Klasse) ging der Frage nach, warum das Wasser in einer Pfütze sehr schnell, in einem Glas in der Küche aber sehr langsam verdunstet. jufo10 02 In vielen verschiedenen Versuchen beobachtete er die Verdunstungsgeschwindigkeit. Er benutzte unterschiedliche Gefäße, setzte in einem Fall auch einen Ventilator ein und sorgte für unterschiedliche Temperaturen. Seine Ergebnisse stellte er in Tabellen dar. Daniel überzeugte die Jury auch durch seinen sehr lebendigen Vortragsstil und erhielt im Fachbereich Physik den 2. Preis und den Sonderpreis für die beste Arbeit zum Thema Wasser.

Zwei Tage später waren dann Alexander Gersting, Elias Bruhn und Hendrik Göttig (alle 8G) an der Reihe, sie durften ihre Arbeit zum Thema „Solarantrieb für ein Boot“ vorstellen. Sie hatten ein solarbetriebenes Modellboot gebaut und verschiedene Versuche damit durchgeführt. jufo10 03Auch wenn es dieses Mal nur zu einer Anerkennungsurkunde im Fachgebiet Technik reichte, so war es für die Schüler doch eine interessante Erfahrung und Motivation genug zu einem neuen Anlauf im nächsten Jahr.

Beim letzten Regionalwettbewerb in Darmstadt konnte Anne Martin (9G) ihre Präsentation über Leopardengeckos zeigen. Seit drei Jahren hält Anne in ihren Terrarien Leopardengeckos und in ihrer Arbeit befasste sie sich mit dem Jagdverhalten dieser Tiere. Vor allem wie die Geckos ihre Beute aufspüren und ob sie ähnlich aussehende Nicht-Beute von echten Beutetieren unterscheiden können, war von Interesse. Für ihre Untersuchungen erhielt Anne im Fachbereich Biologie den 3. Preis und war damit die beste Teilnehmerin, da der 1. und 2. Preis nicht vergeben wurde.

Wir gratulieren unseren Jungforschern für ihren Erfolg und bedanken uns auch ganz herzlich bei den Betreuungslehrer Herr Dr. Friedrich, Herr Dr. Schäfer und Herr Wittmann.