Jugend forscht - Regionalwettbewerb
Februar 2008

Viva la Neugier! Wieder viele FCSFler sehr erfolgreich!

Am 27. Februar fand der Regionalwettbewerb Rhein-Main Nord in den Räumen der Firma sanofi aventis statt. 98 Schüler bevölkerten die Stände, um insgesamt 48 Arbeiten in den sieben Themengebieten zu präsentieren. Unsere Schule war mit acht Projekten vertreten, und – soviel darf verraten werden – die Ergebnisse können sich auch in diesem Jahr sehen lassen.

Der Wettbewerb „Schüler experimentieren“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler bis 14 Jahren. Freude am Experimentieren und sorgfältiges Dokumentieren sind hier gefragt. Groß war die Konkurrenz im Fachgebiet Biologie mit neun verschiedenen Arbeiten.

jufo08 02Schon im Vorfeld wurde Stefan Bennat (6R) als einer der jüngsten Teilnehmer für einen Zeitungsartikel in der FNP interviewt. Ihm war aufgefallen, dass sich seine Goldfische je nach Lichteinfall zur Seite neigten. Dieses Verhalten nahm er systematisch unter die Lupe. Leider erreichte er in diesem Jahr keine Plazierung unter den besten Dreien, aber wenn er am Ball bleibt, kann er in den nächsten Jahren unter den Gewinnern sein.

jufo08 03Ebenfalls im Fachgebiet Biologie haben Sarah Hauck (8G) und Marcela Dietsch (8G) ein Thema aus dem Unterrichtsfach Naturwissenschaftliche Experimente in der 6. Klasse weiterverfolgt: „Die Lernfähigkeit von Mäusen“. Auf einem Hochlabyrinth mussten die Tiere Aufgaben bewältigen. Sarah und Marcela stellten fest, dass sich die Tiere von Mal zu Mal besser orientieren konnten. Durchführung und Präsentation überzeugten die Jury, die dafür den 1. Platz in der Kategorie Biologie vergab.

jufo08 04Die Chemie der Kalkreiniger war das Thema von Anne Martin (7G). Sie testete die Leistungsfähigkeit dieser Reinigungsmittel und wollte insbesondere untersuchen, ob ein Zusammenhang zwischen Preis und Leistung besteht. Sie fand heraus, dass die teuren Reiniger tatsächlich auch die besseren waren, (Marken-) Namen werden allerdings hier nicht genannt. Mit ihrem Projekt belegte Anne den 2. Platz.


Schüler ab 15 Jahren nehmen am Wettbewerb „Jugend forscht“ teil. Dabei forschen die Teilnehmer an Themen, welche zum Teil weit über den Schulstoff hinaus gehen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer technischer Geräte oder Verfahren. Der erste Platz in einem Themengebiet ist gleichzeitig die Qualifikation für den Landeswettbewerb im April in Darmstadt. Die Jury kann gegebenenfalls auch mehrere erste Plätze vergeben.

jufo08 05Die Aufdeckung und Vermeidung von Impflücken haben sich Janne Soetbeer (10Ga) und Fridolin Pflugmann (10Ga) zur Aufgabe gemacht. Im Gebiet Arbeitswelt entwickelten sie für die elektronische Gesundheitskarte eine Software, die man mit einem digitalen Impfpass vergleichen kann. Der mögliche Nutzen für Ärzte und Patienten überzeugte die Jury, so dass die beiden den 1. Platz und die Qualifikation für den Landeswettbewerb erhielten.

jufo08 06Im Gebiet Geo- und Raumwissenschaften entwickelten Yannik Stenzel, Michael Betschel und Felix Pfannenmüller (alle 8G) einen neuartigen mobilen Staudamm, der nicht mit Sand, sondern mit Wasser gefüllt werden kann. Damit wollen sie einen Beitrag leisten, um Städte und einzelne Gebäude vor den immer häufigeren Überschwemmungen zu schützen. Die Jury verlieh den drei Schülern den 2. Platz und ermutigte sie zur Weiterarbeit.

jufo08 07Marc Oliver Herdrich und Simon Becker (11. Klasse) starteten mit einem ambitionierten Projekt im Gebiet Mathematik/Informatik: Zum einen konstruierten sie selbst einen Stickstoff-Laser, zum anderen beschäftigten sie sich intensiv mit der Verschlüsselung sensibler Daten. Die Verbindung zwischen den beiden Themen ist (nicht) zufällig, denn der Laser liefert „hochwertige“ zufällige Zahlenfolgen, welche für die Verschlüsselung der Daten benötigt werden. Und da gilt, dass nicht jeder Zufall gleich gut ist. So war es eben nicht nur Zufall, dass die Jury den beiden den 1. Preis und einen Tag in den Forschungslaboren der Patenfirma sanofi aventis zuerkannte.

jufo08 08Sarah Josenhans (10Ga) und Bernhard Tschech (10Ga) erforschen die Physik alkoholfreier Cocktails, insbesondere die Frage, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um verschiedene Säfte übereinander zu schichten. Dabei führten Sie vor allem Dichte und Viskositätsmessungen durch. Obwohl die Ergebnisse optisch und geschmacklich sehr ansprechend waren, gab es für diese Gruppe keine Platzierung, aber selbstverständlich eine Anerkennungsurkunde.

jufo08 09Auch die Arbeit von Christoph Batzer im Gebiet Technik konnte sich leider nicht platzieren. Als Beispiel für eine Methode der Materialprüfung hatte er ein Gerät gebaut, um die Belastungsfähigkeit von Haaren zu testen. Auch er wurde von der Jury zum Weiterforschen ermutigt und erhielt eine Anerkennungsurkunde.

Aber egal ob mit oder ohne Platzierung konnten unsere Teilnehmer viele Eindrücke und Einsichten mit nach Hause nehmen. Es bestand die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Ideen für die weitere Forschung zu sammeln. An diesem Tag standen die Schüler und ihre Arbeiten im Mittelpunkt und ihnen allen gilt ein großes Lob, nicht zuletzt weil sie unsere Schule wieder einmal sehr gut vertreten haben. Ein besonderer Dank gilt aber auch den Eltern, welche die Schüler begleitet und unterstützt haben und den Betreuungslehrern für die fachliche und praktische Hilfe. Erfreulich auch wieder, dass keine andere Schule mehr Wettbewerbsbeiträge eingereicht hatte als die Freie Christliche Schule Frankfurt. Dafür erhielt die Schule wie schon in den vergangenen Jahre einen mit 300 EURO dotierten Schulpreis.

Wie immer gilt: Nach dem Wettbewerb ist vor den Wettbewerb! Wer jetzt schon eine gute Idee hat, kann sie den Betreuungslehrern mitteilen oder selber beginnen zu forschen und zu tüfteln, damit es auch im nächsten Jahr an der FCSF heißt: „Es lebe die Neugier!“