25 Jahre FCSF - Berichte aus der Gründerzeit
September 2007

Frau Schreuers erinnert sich an die ersten 10 Jahre der FCSF

Die Schulleiterin der Anfänge berichtet über die ersten Jahre unserer Schule: "Am 6. August 1981 zogen 22 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen in die angemieteten Schulräume am Sachsenhäuser Landwehrweg in Frankfurt ein. Zwölf Kinder der ersten Klasse wurden von Frau Rohner und zehn Kinder der zweiten Klasse von Frau Schreuers unterrichtet. Die seit langer Zeit geplante christliche Schule war Wirklichkeit geworden!..."

 

Durch die feierliche Eröffnung am 22. August 1981 in der Aula der Carl-Schurz-Schule erfuhr die Öffentlichkeit davon. Wenn ich an die zurückliegenden Jahre denke, fallen mir mancherlei Begebenheiten im Hinblick auf die wechselnden Schulstandorte, das Lehrerkollegium, die Schüler und Eltern ein. Viele Fragen beschäftigten uns über die Jahre, manche bis heute. Wo soll die wachsende Schülerschar untergebracht werden? Woher soll das Geld für die notwendigen Anschaffungen, für die Schulausstattung und für die Lehrergehälter kommen? Wie werden die Überprüfungen der Schulbehörde ausfallen? Wann erhalten wir endlich die dauerhafte Genehmigung der Grundschule, der Realschule und des Gymnasiums? Wie wird es mit der staatlichen Anerkennung?

Die vielen Schwierigkeiten der Anfangsjahre kann ich hier nur andeuten. In zahlreichen Sitzungen versuchte 25 jahre fcsf schreuers 02 der Trägerverein Antworten und Lösungen zu finden. Oft durften wir im allerletzten Augenblick Gottes Eingreifen und seine Hilfe erfahren. Ihm, unserem Herrn, gilt der Dank. Er hat zum Beginn und Fortgang der Schule seinen Segen gegeben. Im Jahr 1984/85 wurde die FCSF mit einem Realschul- und einem Gymnasialzweig erweitert. Zu diesem Zeitpunkt besuchten 77 Kinder die Grundschule. Dazu kamen 25 Schüler der neuen fünften Klassen, so daß die Schülerschaft auf 102 angewachsen war.

Deshalb mussten wir neue Räumlichkeiten in der Textorschule in Sachsenhausen und später in der benachbarten Frankensteiner Schule anmieten. Die räumliche Trennung der Schulzweige erschwerte das Unterrichten erheblich, da einige Lehrer an beiden Schulstufen tätig waren.
Im November 1987 erfolgte die Anerkennung der Grundschule. Ein wichtiges Ereignis. Nach einer finanziellen Durststrecke wurden zum ersten Mal staatliche Mittel für die Grundschüler bewilligt und die Zeugnisse den staatlichen Abschlüssen gleichgestellt. Zu dieser Zeit besuchten 92 Schüler die Grundschule.

25 jahre fcsf schreuers 03 Ein fehlender Klassenraum war der Auslöser für einen neuen Schulstandort der FCSF in Frankfurt-Fechenheim, einem völlig anderen Stadtteil Frankfurts. Es beschäftigte uns die bange Frage, ob uns bei einem Umzug die Schüler erhalten blieben. Manche Eltern und Schüler hatten jetzt viel weitere Schulwege zurückzulegen. Dankbar dürfen wir sagen, dass uns die meisten Eltern treu geblieben sind. Im Oktober 1989 hatten wir endlich „eine Schule unter einem Dach“. Bei allen Umzügen hat uns die Elternschaft mit großem Engagement geholfen.


Wir konnten nur staunenn, wie schnell und sorgfältig alles wieder in der neuen Schule stand. Selbst das Klavier! Große Umzugskosten blieben uns dadurch erspart.


Am 19. 3. 1991 erhielten wir die staatliche Anerkennung der Realschule und des Gymnasiums für die Klassen 5-10. So war es möglich, am 27. 6. 1991 die Realschüler der 10. Klasse mit einem staatlich anerkannten Abschlusszeugnis in die Berufswelt zu entlassen. So dankbar wir für die guten schulischen Abschlüsse sind, ist es uns noch wichtiger, dass die Schüler nicht nur mit einem guten Zeugnis unsere Schule verlassen, sondern dass sie auch in ihrer Schulzeit an der FCSF von der Liebe Jesu erfahren. Der Wunsch und die Gebete der Lehrerschaft, des Träger- und Freundeskreises richten sich darauf, dass für unsere Schüler Jesus die Mitte ihres Lebens wird. „Botschafter an Christi Statt“ zu sein, ist und bleibt bis heute unser Auftrag.


Ende des Schuljahres 1991/92 besuchten 339 Schüler/innen unsere Schule: 86 Grundschüler, 109 Realschüler und 144 Gymnasiasten. Die gymnasiale Oberstufe mit 13 Schülern war genehmigt. 25 jahre fcsf schreuers 04 Hier betraten wir wieder Neuland, für das wir viel Weisheit benötigten. 23 Lehrkräfte unterrichteten zu dieser Zeit an unserer Schule.


Am 28. September 1991 feierten wir mit großer Freude und Dankbarkeit das zehnjährige Jubiläum in der Stadthalle Bergen-Enkheim mit dem Thema „10 Jahre unterwegs mit Gott“. Wir erinnerten uns an viele unvergessliche Veranstaltungen, die in dieser Zeit durchgeführt wurden, z. B. an das jährliche adventliche Singen mit Lehrern und Eltern, an Schulausflüge und Sommerfeste. Besonders im Gedächtnis geblieben war uns das Sommerfest 1985 mit dem Singspiel „Noah“. Die große „Schulfamilie“, wie es bei der Gründung gesagt wurde, erlebte bei herrlichem Wetter dieses gemeinsame Fest. Auch beim Sommerfest 1987 mit dem Singspiel „Der verlorene Sohn“ trugen Eltern, Lehrer und Schüler zu gutem Gelingen bei. Für „ihre Schule“ setzten sie sich gerne ein.


25 jahre fcsf schreuers 05 Zweimal jährlich fanden Vortragsabende für Eltern und Freunde statt. Sie wurden gerne besucht. Hier erhielten Eltern, Lehrer und Freunde Hilfe und Ermutigung für die nicht leichte Erziehung in unserer Zeit.

Ende des Schuljahres 1992 schied ich aus familiären Gründen aus. Ich war sehr dankbar, in Herrn Hetterich einen guten Nachfolger gefunden zu haben. Bei meiner Verabschiedung und seiner Einführung wurde mir das Wort aus Psalm 138, 8 wichtig. Dort steht: „Das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen.“ Das durften wir in den vergangenen Jahren immer wieder neu erfahren. Darauf vertrauen wir auch für die Zukunft der Schule.


Ihnen, liebe Freunde und Beter, möchte ich für die langjährige Treue, Ihr Gebet und Ihre Unterstützung danken. Allen Verantwortlichen der FCSF wünsche ich, dass sie auf die Hilfe des Herrn weiterhin hoffen. ER wird das Werk seiner Hände nicht lassen.


LIESELOTTE SCHREUERS
war Schulleiterin der FCSF von 1981-1991